Trenne dich von deinen billigen Sperrholzmöbeln ein für alle Mal – hier sind 10 Gründe

Möbelmärkte sprießen in Europa wie Pilze aus dem Boden. Die Billig-Möbelmärkte übernehmen mittlerweile einen großen Marktanteil in der Möbelbranche und verzeichnen täglich hohe Besucherzahlen. Doch, was ist dran am Billig-Möbel Boom? Es gibt zahlreiche Gründe die billigen Sperrholz-Kreationen schnell aus dem eigenen Wohnbereich zu entfernen und nach qualitativ hochwertigem Ersatz zu suchen.

Billige Sperrholzmöbel haben oftmals nicht nur eine kurze Lebensdauer, sondern können mit gesundheitsschädlichen Schadstoffen behaftet sein. Dies merkt man meist am Geruch, den neue Billig-Modelle über mehrere Tage hinweg in die Raumluft abgeben. Moderne Wohnräume werden, gerade in Großstädten, immer kleiner und sind in vielen Fällen mit vielen Möbelstücken ausgestattet. Billige Sperrholzmöbel können somit Schadstoffe in hoher Konzentration ins Raumklima abgeben, die Kopfschmerzen, Erbrechen oder Atembeschwerden verursachen können. Gerade im Kinderzimmer sowie in den Schlafräumen sollte man unbedingt auf Qualität und Herkunft des Mobiliars achten.

Wer sich schon einmal am Selbstaufbau eines dieser billigen Sperrholzstücke versucht hat, der kennt die Probleme, die auf einen zukommen. Oftmals ist den Möbelteilen eine schier unverständliche Aufbau-Anleitung beigefügt, oder man bemerkt das Fehlen wichtiger Schrauben oder Bauelemente, die beim Zusammenbau benötigt werden.

Sperrholzmöbel sind immer billiger?

Bei Discounter-Möbelhäusern kann man ohne Frage das ein oder andere Schnäppchen beim Möbelkauf machen. Eine günstige Kommode fürs Schlafzimmer oder ein preiswerter Couchtisch lockt so manchen Sparfuchs an die Kassen der Billig-Möbelmärkte, doch wer beispielsweise eine komplette Kücheneinrichtung bei einem schwedischen Möbelriesen in die Planung geben möchte, der muss tief in die Tasche greifen. Da lohnt es sich auch einmal seine Blicke in andere Fachmärkte zu werfen, die mitunter günstige Aktionsangebote an Kücheneinrichtungen von höherer Qualität zu bieten haben.

Unter günstigem Preis leidet ein fachmännischer Kundendienst

Wer glaubt beim Kauf eines billigen Möbelstücks auch gleichzeitig ein gutes Serviceangebot zu erhalten, der irrt, denn in vielen Fällen leidet der Kundendienst dieser Billig-Möbel-Discounter. In den meisten Fällen müssen die Möbel selbst abgeholt und auch in Eigenregie aufgebaut werden.

Illegale Abholzung von geschützten Waldgebieten dienen oftmals als Holzquelle

Günstige Sperrholzmöbel werden oftmals aus minderwertigem Material hergestellt, das in vielen Fällen aus illegal abgeholzten Waldgebieten stammt. Die Zulieferfirmen von großen Möbelherstellern stehen bereits seit einigen Jahren unter Verdacht sich illegal an europäischen Holzbeständen zu bedienen und somit entscheidend in den natürlichen Kreislauf einzugreifen.

Beim Kauf eines Billig-Möbels lässt sich kaum nachweisen, ob das Holzmaterial, das zur Herstellung verwendet wurde, aus nachhaltigem Anbau stammt. Greift man jedoch etwas tiefer in den Geldbeutel und entscheidet sich für ein massives Qualitätsstück in einem Möbel-Fachhandel erhält man wertvolle Informationen über Herkunft des Materials.

Wegwerfartikel versus Qualitätsmöbel mit langer Lebensdauer

In der westlichen Gesellschaft werden Möbelstücke vorwiegend als kurzlebiges Konsumgut genutzt und ganz nach Belieben ausgetauscht. Das ausgediente Modell wird dann beim nächsten Sperrmüll-Termin entsorgt und findet Platz auf dem großen Sperrmüll-Friedhof der Gemeinden.

Während unsere Eltern und Großeltern oft jahrelang für die Anschaffung eines neuen Möbelstücks gespart haben, setzt sich heute immer mehr das kurzweilige Konsumverhalten durch, bei dem ein Gegenstand beliebig weggeworfen und durch ein Billig-Sperrholz Modell ersetzt wird. Der Lieblingsschrank wird nicht mehr an die nächste Generation weitergegeben, sondern umgehend entsorgt.

Die Entsorgung und das Recycling von Billig-Möbeln verbraucht Energie, die bei diesem erhöhten Wegwerf- und Neukauf-Konsumverhalten unserer Gesellschaft enorm angestiegen ist. Mit dem Kauf eines hochwertigen Massivholz-Möbelstücks kann man sich nicht nur über eine lange Lebensdauer freuen, sondern den Kreislauf der Verschwendung von Ressourcen durchbrechen.

Billige Sperrholzmöbel überleben Umzüge meist mit Beschädigungen

Wer beruflich des Öfteren umziehen muss und auf billige Sperrholzmöbel steht, wird spätestens nach dem zweiten Umzug feststellen, dass das gute Stück nicht nur auf wackligen Beinen steht, sondern durch wiederholtes Ab- und Aufbauen Beschädigungen aufweist. Vorgefertigte Löcher für Schrauben oder Dübel brechen leicht aus und sind somit nicht mehr zu verwenden. In den meisten Fällen kann da nur noch Holzleim helfen.

Massiv-Holzmöbel sind nicht nur weitaus robuster, sondern lassen sich auch nach mehreren Umzügen standsicher wiederaufbauen. Wird ein Teil doch einmal beschädigt, gibt es wirksame Reparaturmethoden, damit das Lieblingsstück schnell wieder in Gebrauch genommen werden kann.

Kratzer oder Dellen lassen sich kaum beseitigen

Kratzer, Dellen oder unansehnliche Wasserflecken lassen sich auf Discounter-Möbeln kaum wieder entfernen. Ist das Missgeschick erst einmal passiert, bleibt dem Besitzer meist nur die Entsorgung des Möbelstücks oder die Beschädigung mit anderen Mitteln zu kaschieren.

Während Beschädigungen und Flecken auf Echtholz-Möbeln mit einigen wirksamen Tricks behoben werden können, ist Sperrholz kaum zur Reparatur solcher Missgeschicke geeignet.

Massivholz-Möbel aus nachhaltigen Materialien zeugen für ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein

Während Möbel-Hersteller vorwiegend in Billiglohnländern Möbel aus unbekannten Holz-Herkunftsgebieten fertigen lassen, werden hochwertige Massivholz-Stücke oft mit Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft produziert.

Im Gegensatz zum Billig-Möbelstück, das Tests zufolge, oftmals einen hohen Schadstoffgehalt aufweist, ist der Gegenpart aus Echtholz mit natürlichen Ölen und Wachsen versehen. Leim und Textilien, die für die Herstellung von Polster und Sitzbezügen verwendet werden, stammen aus Bio-Material und sind somit schadstofffrei.

Beim Kauf und Besitz von Billig-Möbeln unterstützt man unter Umständen die Ausbeutung von Natur und Mensch

Billig-Möbel Discounter lassen ihre Möbel oftmals in bekannten Billiglohnländern, wie Rumänien oder Russland herstellen. Rumänien gilt als wichtigster Produktionsort für Billig-Möbel. Heute passieren bereits 40 % der rumänischen Möbelproduktion die deutsche Grenze und finden ihren Verkaufsplatz in Discount-Möbelhäusern.

Während das verwendete Holz in vielen Fällen nicht den ökologisch vorgeschriebenen Verbraucheransprüchen gerecht wird und über keinerlei Zertifikate oder Nachweise der Herkunft des Holzmaterials verfügt, sind die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter Vorort äußerst fragwürdig. Mit Dumpinglöhnen und überhöhten Arbeitsstunden wird das Fertigungspersonal geradezu ausgebeutet ohne dass die Geschäftsleitung in Deutschland nähere Auskünfte über die Arbeitssituationen preisgibt.

Bei Befragungen der Fabrikarbeiter Vorort wird schnell klar, wie das Billig-Preissegment sich auf längerfristiger Basis finanziert. Bei Durchschnittslöhnen zwischen 150 und 350 Euro pro Monat hat der Betrieb nur geringe Personalkosten und kann somit besonders günstig in der Möbelproduktion arbeiten. Die Firmensprecher der jeweiligen Unternehmen geben auf Nachfrage nur spärliche Informationen und betonen, man wüsste nichts von diesen unmenschlichen Arbeitsbedingungen.

Billig-Möbel sind häufig unsichtbare Giftquellen

In Lacken und Versiegelungen sind bei vielen Billig-Möbeln Schadstoffe versteckt, die dauerhaft die Gesundheit schädigen und Allergien hervorrufen können. Ein weitverbreiteter Giftstoff, der sich vorwiegend in Lacken und Farben befindet, ist Formaldehyd. Der Schadstoff wird vorwiegend bei hoher Luftfeuchtigkeit in das Raumklima abgegeben und ist nachweisbar krebserregend.

Der Giftstoff ist besonders in Schlafräumen sehr gefährlich, da sich der menschliche Körper während des Schlafs in eine Regenerationsphase umstellt und somit besonders anfällig für Gift- oder Schadstoffe ist. Terpene, die oftmals für die abschließende Behandlung von Billig-Möbeln benutzt werden, können Allergien auf der Haut und den Schleimhäuten auslösen.

Minimalistisch wohnen mit weniger Ramsch, aber mehr Qualität

Die heutige Konsumgesellschaft gibt uns vor, was wir kaufen oder besitzen sollen um angesagt und beliebt zu sein. Das beginnt bereits beim neuesten Handy und endet mit dem ultimativen Einrichtungsstil. Wer häufig in Billig-Möbel-Märkten einkauft, kommt meist nicht nur mit einem Möbelstück nach Hause, sondern einer Vielzahl von anderen angepriesenen Deko-Elementen, die man eigentlich gar nicht braucht.

Auf den ersten Blick scheint man nun das absolute Schnäppchen an Land gezogen zu haben, jedoch wird beim Kassensturz so richtig klar, dass man sein Budget mehr strapaziert hat, als man dies eigentlich geplant hatte. Wohin nun mit den neuerworbenen Errungenschaften? Mit jedem Einkauf sammelt sich in der Wohnung so einiges an, dass nicht nur ordentlich die Finanzen belastet, sondern auch den Wohnraum. Die Zimmer wirken überladen und verlieren ihren individuellen Charme.

Mit der Anschaffung eines, auf den ersten Blick teureren Massivholz-Möbelstücks, hat man sich nicht nur Qualität ins Haus geholt, sondern bietet dem Schmuckstück die angemessene Präsentation im Wohnambiente.

Fazit:

  • Billige Sperrholzmöbel sind nach mehreren Umzügen meist unbrauchbar und müssen entsorgt werden.
  • Das Holzmaterial für Billig-Möbel stammt nicht immer aus nachhaltiger Forstwirtschaft und wird in Billiglohnländern produziert, die ihre Arbeiter mit Dumpinglöhnen und schlechten Arbeitsbedingungen ausbeuten.
  • Das Entsorgen und Recycling von Billig-Möbel kostet Energie und wirkt sich somit schädlich auf unsere Umwelt aus.
  • In billigen Sperrholzmöbeln verstecken sich häufig gesundheitsschädliche Giftstoffe.
  • Kratzer, Dellen oder Flecken lassen sich in Billig-Möbeln kaum entfernen.
  • Billige Sperrholzmöbel müssen meist selbst aufgebaut werden und können mit komplizierten Aufbauanleitungen oder unvollständigem Zubehör zum Ärgernis werden.
Trenne dich von deinen billigen Sperrholzmöbeln ein für alle Mal – hier sind 10 Gründe
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